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Bericht Motorsägen Lehrgang Urbacher Gemeindeblatt 07.02.2018

Motorsägen Lehrgang mit Jochen Heinrich (Forstwirt und Fachagrarwirt für Baumpflege) 

Arbeiten mit der Motorsäge sind immer mit Gefahren verbunden. Deshalb hat der OGV Urbach zusammen mit Jochen Heinrich einen Kurs angeboten.

Die Theorie fand am Freitag, dem 02.02.2018 im Büro von Jochen Heinrich in Haubersbronn statt. Nach 2 Stunden ist man zu Heinrichs Holzplatz gefahren und hat dort die ersten praktischen Übungen absolviert. Nach Einbruch der Dunkelheit ist man gerne zurück ins warme Büro zur Theorie. Die letzten 2 Stunden fanden am Schluss in der Werkstatt mit Wartungen der Motorsägen statt.

Eigene Ausrüstung (Motorsäge, Schnittschutzhose, Kopfschutzkombination und Schnittschutzstiefel ) mussten von den 8 Teilnehmern mitgebracht werden.

 

Am Samstag traf man sich beim ehemaligen CVJM Häuschen um Fäll-Übungen zu machen. Hier wurde detailliert gezeigt wie man sicher einen Baum fällt. Und immer wieder wurde auf die Sicherheit hingewiesen. Man hörte immer wieder, dass man die Kettenbremse verwenden soll. Zunächst wurde der optimale Fällkeil gezeigt und geübt. Für die meisten war die Haltebandfälltechnik neu. Hinter dem Fällkeil läßt man ein Zehntel des Stammdurchmessers als Bruchleiste stehen. Man sägt dann nicht einfach von der anderen Seite den Baum ein, sondern man durchsticht den Baum mit der Motorsäge, so dass noch ein kleines Stück Holz stehen bleibt, dem sogenannten Halteband. Dann kommen die Keile zum Einsatz. Am Schluss wird das Halteband mit der Axt durchtrennt. Das Durchtrennen mit der Axt ermöglicht ein schnelles Zurückweichen, wenn der Baum fällt.

 

Das Streuobstbaumgrundstück der Gemeinde wird für eine Neubepflanzung vorbereitet.

Auf Wunsch von Jürgen Schlotz wurde auch auf Hochentaster eingegangen. Hinweise gab es um den Baum gut zu schneiden und nicht zu beschädigen. Aber man muss vor allem auf die eigene Sicherheit achten. Und selbstverständlich muss mit dem Gerät sorgsam umgegangen werden. Z.B. sollten die abgesägte Äste nicht auf das Gestänge fallen.

 

 

Die letzten Stunden wurde auf einem anderen Gemeindegrundstück verbracht. Hier müssen in nächster Zeit ein paar Nadelbäume, die nicht auf Streuobstwiesen gehören, gefällt werden. Eine Fichte wurde mit der gleichen Fälltechnik wie vorher die Apfelbäume gefällt. Die zweite Fichte wurde mit Anseilen des Baumes und dann mit der Schrägschnittfälltechnik umgelegt. Der letzte Baum eine Kiefer stand sehr nahe an einem Gartenhaus. Hier musste vor allem auf die korrekte Fallrichtung geachtet werden.

 

Alle gestellten Fragen zur Motorsäge und zum Bäumfällen wurden von J. Heinrich sowohl beim praktischen als auch beim theoretischen Teil mit Bravour beantwortet.

Die Arbeit von „Pro Wald und Natur“ wurde mit dem Motorsägekurs unterstützt. Das Gemeindegrundstück, dass neu bepflanzt werden soll, wurde von den alten morschen Bäumen befreit. Aus ökologischer Sicht kein Problem, da es sehr viel alte Obstbäume in der Umgebung gibt.

Einerseits verwahrlosen immer mehr Stückle, anderseits wird so manches Gütle zum Freizeitgrundstück degradiert. Obstbäume sind Kulturpflanzen und müssen laufend gepflegt werden. Zwei Drittel aller Obstbäume werden nicht mehr oder ungenügend gepflegt. Auch der Ersatz absterbender Bäume durch junge lässt zu wünschen übrig. Das eine oder andere Baumgrundstück wird nach und nach zu Wald. Der Wald wird daher ungewollt zunehmen. Hier soll durch Erneuerung der Streuobstwiesen zu deren lang anhaltendem Erhalt beigetragen werden.

Vor allem für die Pflege von älteren Streuobstbeständen hat der OGV sich einen Hochentaster angeschafft. Dieser kann gegen eine Gebühr von OGV Mitgliedern nach einer Einweisung geliehen